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Montag, 26.4.2004

Literarisches Terzett

Sommerzeit, Lesezeit?

Ich freue mich sehr darüber, dass immer mehr meiner Freunde und Bekannten dazu übergegangen sind, mir zu allen möglichen und unmöglichen Anlässen Bücher zu schenken. Das hat sich in gewisser Weise zu einer Symbiose der Faulen entwickelt. Ich brauche mir keine Gedanken über die Preiswürdigkeit irgendwelcher Texte zu machen, komme aber dennoch ständig in Besitz neuen Lesestoffs. Schenkende und Schenkwillige entgehen ihrerseits dem Stress des Nachdenkens über geeignete Gaben; freut er sich über ein Schnapsglas von Ritzenhoff? Oder hätte er lieber eine neue Heckenschere? Ein Buch auszuwählen, ist vergleichsweise einfach.

Andererseits bringt mich die Literaturschwemme inzwischen manchmal fast schon in Bedrängnis. Seit Ende des vergangenen Jahres ist in meiner Rezensionsabteilung nun schon die Ankündigung der Besprechung von Jeffrey Eugenides' »Middlesex« zu finden; die Rezension selbst hat es leider noch immer nicht ins Netz geschafft.
Mein Verzug liegt nicht einmal daran, dass ich mit dem Schmöker nicht vorankäme. Im Gegenteil, inzwischen bin ich schon zweimal durch und verfüge sogar über jede Menge Notizen und Quellenverweise. Doch das Abfassen eines zusammenfassenden Textes habe ich bisher immer wieder vor mir her geschoben. In den vergangenen zwei Wochen hätte ich eigentlich Zeit gehabt, mich einmal an die anstehende Arbeit zu machen. Doch wieder kam etwas dazwischen. Ich konnte einfach nicht widerstehen, an Stelle der längst fälligen Besprechung einen neuen Roman einzuschieben:

Cover: Pompeji»Pompeji« von Robert Harris steht bereits seit Wochen in den Top-Verkaufslisten der Buchhändler landauf, netzab. Obwohl ich eigentlich nur einmal rasch während eines langweiligen Fluges in den Roman hineinschnuppern wollte, schaffte ich es nicht, das Ding längerfristig aus der Hand zu legen. Und weil der Text nicht annähernd so anspruchsvoll ist wie »Middlesex« habe ich heute meine pompejanische Rezension eingeschoben.

Ich hoffe nur, dass ich meine ursprünglich geplante Besprechung fertig bekomme, bevor ich das nächste Druckerzeugnis zu lesen beginne, das bereits bedrohlich in meinem Bücherbord lauert: »Das karmesinrote Blütenblatt« soll ja ungeheuerlich sein. Ich meine, wer könnte einem Roman widerstehen, von dem es heißt, er sei »besser als Sex«?

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1082986568

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