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Dienstag, 22.6.2004

Otto? Find' ich gut!

Er steht in direkter Nachfolge der griechischen Superhelden. Nach Achill, Herakles und Odysseus trotzt ein paar tausend Jahre später Otto »Rehakles« den Gefahren, die ihm und seinen Gefährten drohen. Besonders fein ist dabei die Tatsache, dass der Name des modernen Helden so wunderschön als Anagramm aus dem eines seiner antiken Amtsvorgängers hervorgeht.

Otto »Rehakles«Gestern Abend habe ich Otto nach dem Spiel der Engländer gegen Kroatien am Tisch mit Kaiser Franz im Fernsehstudio gesehen. Als Nationaltrainer der Griechen steht ihm in ein paar Tagen die schier übermenschliche Aufgabe bevor, gegen die Heldentruppe um »Roonaldo« bestehen zu müssen.
Hach, was war der Mann erfrischend, wie der sich freuen konnte! Rehhagel strahlte vor Stolz über den Einzug in die Finalrunde und kanzelte den wie üblich dummschwätzenden Haifisch Beckenbauer durch kleine, aber feine Detailkorrekturen ab.

Erinnern wir uns an die Geschichte des Helden Rehhagel. Am ersten Spieltag der deutschen Bundesliga, am 24. August 1963, verteidigte er für Hertha BSC noch selbst. Nach sieben Jahren als Abwehrspieler beim 1. FC Kaiserslautern startete Otto 1972 beim 1. FC Saarbrücken seine Trainerkarriere, die ihn über die Kickers aus Offenbach, zweimal Werder Bremen, Dortmunds Borussia, die Arminia in Bielefeld, Fortuna Düsseldorf, die Münchener Bayern wieder zurück zum 1. FC Kaiserslautern führte. Seither hält er mehrere Rekorde, zum Beispiel den der längsten Verweildauer am Stück als Trainer eines Teams (in Bremen blieb Rehhagel vierzehn Jahre und zwei Monate).

Seit dem Jahrtausendwechsel trainiert Otto nun die griechische Nationalelf. Die Vorrunde der Euromeisterschaft hat er gemeistert; und es sollte mich nicht wundern, wenn er ganz im Stil seines antiken Namensvetters auch unmögliche Aufgaben lösen und die elfköpfige englische Hydra töten würde. Da würdest du ganz schön Augen machen, Eurystheus Rudi. Ich übrigens auch.

Korrektur: Natürlich müssen Ottos Mannen nicht wie oben angekündigt gegen Roonaldos englische Hydra bestehen, sondern sich gegen Zidanes französiches Ungeheur behaupten. Was im Effekt allerdings auf die gleiche Problematik hinausläuft.

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1087898370

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