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Donnerstag, 20.1.2005

Aschenputtel im Alten Schloss

Liebestoll am Neckar?

Der absolute Albtraum für die flirtfreudige Frau? Unverhofft trifft sie eines Abends in einer Bar den vollkommenen Traumtypen; den, oder keinen. Der Erstkontakt entwickelt sich perfekt, weder sie noch er sind einem näheren Kennenlernen abgeneigt. Zwei Herzen schlagen höher. Doch oje: gerade als man vereinbart, die Lokalität zu verlassen, um in der Junggesellenbude des Herzkönigs gleich um die Ecke die Briefmarkensammlung zu inspizieren, erinnert sich die Gute daran, heute vor dem Verlassen der eigenen vier Wände wegen der niedrigen Temperaturen statt in ein briefmarkenfähiges Outfit in den grobwollenen Liebestöter geschlüpft zu sein. Was nun? Panik und überstürzter Rückzug à la Aschenputtel?

Zumindest Stuttgarterinnen und Besucherinnen der württembergischen Metropole haben nun eine Alternative zum Interruptus, wenn sich die Begegnung der dritten Art entweder im Libero oder im Rohbau ereignet. Sie ziehen sich kurz auf die Toiletten der genannten Etablissements zurück und nähern sich dem Apparat, der dort an der Wand hängt. Nein, es handelt sich dabei nicht um Verkaufsautomaten für Latexprodukte, sondern um Slip-O-Maten.

Stringtanga + Zahnputztabletten von NightDelightDas »Care-Paket für die Nacht« aus dem Slip-O-Mat enthält einen schwarzen Stringtanga mit Logo und Name der Dessouboutique NightDelight wahlweise in den Größen S, M und L und Kautabletten zur Dentalpflege. Damit das zart gehauchte Zeig-mir-deine-Mauritius nicht im alkoholischen Mai-Tai-Dunst verweht. Und damit die Pinzette nicht über raue Wolle raspelt. Am besten rüstet frau sofort vor Ort um. Die Funktionsunterwäsche bleibt im Abfalleimer der Toilette, im String steigt sie auf zu ihrem Prinzen. Nicht dass der seine Briefmarken dabei hat und womöglich schon in einem der Separees des Rohbau zur Sache kommen will.

P.S.: Ob Ulrike Brucher von NightDelight wohl arg bös ist, wenn ich abwinkend gestehe, dass mir Stringslips noch ärgere Liebestöter sind als Grobwollenes? Aber ich wohne ja zum Glück auch nicht in Stuttgart

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1106235087

Kommentare

Christian, 20.1.2005 um 20:41 h:

Autsch....
kann mal jemand das Spinneweben wegmachen?
...
aus welchem Grund legen die denn für das -O- nicht auch noch Kondomis anbei? Besteht wohl keine Gefahr mehr, ...außerhalb der Wechseljahre, ja... =:(
mpf

Ulf, 20.1.2005 um 23:36 h:

Der Zusammenhang mit den Kondomen liegt nahe. Jedoch meinte Frau Brucher in einem Spiegel-Artikel, wo ich die Geschichte aufgeschnappt hatte, dass ihr das zu weit gegangen wäre. Wohlfühlen ja, eindeutige Bestimmungshinweise nein.

Im gleichen Artikel wurde übrigens erwähnt, dass in einem der Etablissements der Putzmann auf der Damentoilette bereits einige ausgetauschte Höschen im Mülleimer gefunden hat. Das Angebot kommt an, wie's scheint.

vasili, 21.1.2005 um 7:54 h:

das saysche theorem gilt immer und überall, das sollten wir seit den tagen des neuen markts doch wissen. insofern ist das nicht überraschend, oder? ;-)

Ulf, 21.1.2005 um 22:09 h:

Wenn Monsieur Say tatsächlich Recht hat, sollte ich wohl schnellstens ein wenig kreativ werden. Viel Mühe braucht es zum Erfolg dann kaum. Selbst mein blassestes Produkt würde sich schon Käufer suchen. Jetzt weiß ich endlich auch, wem wir die ganzen Snoopy-Shops zu verdanken haben.

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