Leser seit April 2002
Gedanken, Geschichten, Ansichten und Einsichten. Beinahe ein Journal.


Hinweis: Die Gestaltung wurde mit Rücksicht auf unterschiedliche Bildschirmauflösungen und Ausgabemedien, sowie auf sehbehinderte Besucher ausschließlich auf Basis von Cascading Style Sheets realisiert. Da Sie CSS deaktiviert haben, oder einen Browser benutzt, der diese nicht oder nur teilweise umsetzen kann, müssen Sie leider auf Gestalterisches und auf eine besucherfreundlichere Anordnung der einzelnen Abschnitte weit gehend verzichten. Die Textinhalt sind allerdings ohne Einschränkungen auch ohne CSS zugänglich.


Freitag, 28.1.2005

Orientierungsmarsch

Verrannt?

Es gibt diese Momente, in denen du weißt: Jetzt hast du den falschen Weg eingeschlagen. Wohl dem, der dann in der Lage ist, seinen Fehler einzugestehen nicht nur sich selbst, sondern auch anderen gegenüber und zurückzurudern. Dies aber kostet nicht nur Zeit, sondern auch Überwindungskraft. Es ist nicht jedermanns Sache, die Hosen herunter zu lassen und sich mit nackten Beinen in den zugigen Sturm der Vorhaltungen zu stellen.

Derlei Erkenntnis gilt nicht etwa nur für dich und für mich, sondern geradezu in besonderem Umfang für Personen des öffentlichen Interesses. Otto Schily etwa lässt Deutschland und die Welt wissen, dass er mitnichten Autor des ihm zugeschriebenen Unwortkandidaten Begrüßungszentrums sei. Die Unwortjury schüchtert Schily mit der Androhung juristischer Konsequenzen ein, für den Fall dass sie bei ihrem Fehlzitat blieben. Man muss sich ja schließlich nicht alles gefallen lassen.
Schiri Robert Hoyzer hingegen steht mit zitternden Knieen im Winterwind und weint angesichts begangener Missetaten: »Die in der Öffentlichkeit erhobenen Anschuldigungen gegen mich sind im Kern zutreffend. Ich bedauere mein Verhalten zutiefst und entschuldige mich gegenüber dem DFB, meinen Schiedsrichterkollegen und allen Fußballfans.«

Mir schwirren da auch noch die verfassungsgerichtlich frisch genehmigten Studiengebühren an deutschen Unis durch den Kopf. Stoibers Ede scheint in diesem Zusammenhang längst vergessen zu haben, dass er im Wahlkampf 2002 noch gegen Gebührenerhebung argumentierte. Jetzt empfiehlt sein Wissenschaftsminister der Studentenschaft, ein bisschen Nachhilfeunteterricht zur Finanzierung der Gebühren zu geben. Bayerische Fähnchen im Föhn?
Da lobe ich mir doch den Bushmann. Auf ihn ist wenigstens Verlass. Sagt er der Achse des Bösen den Kampf an, dann macht er auch konsequent Ernst. Kein noch so desaströses Auftreten im Irak wird George junior davon abbringen, auch den Iran aufzumischen. Oder dies zumindest zu versuchen.

Hallo? Könnte es sein, dass wir alle wie die blinden Kühe mit Augenbinde durch die Landschaft tapern. Alle Nasen lang irgendwo aneckend? Uns selbst blaue Flecken zuziehend? Und andere einfach umrennend?

Auf der Stelle umdrehen!Schade ist, dass das Vehikel auf der linken Seite zwar kein Spielzeug, sondern ein funktionstüchtiger Prototyp der Automobilindustrie ist, aber nie in Serie gehen wird, wie man hört. So mancher könnte das Gefährt gut gebrauchen. Der Jeep Hurricane fährt mit der Kraft der doppelten Herzen; soll heißen, er hat zwei Motoren. Seine Räder lassen sich einzeln steuern, so dass man beispielsweise seitwärts fahrend die engste Parklücke beulenfrei meistert. Selbst die abgebildete Radstellung ist keine Manipulation durch meinen Matchbox-Mobile massakrierenden Sohn, sondern ermöglicht auf der Stelle kraftvolles Umkehren. Kein Herumrangieren, statt dessen verlustfreier Rückzug.

Ach, wie gerne würde doch der eine oder andere wenigstens insgeheim das wunderbare Wendemobil besteigen, um mit heulenden Motoren standesgemäß zurückzurudern

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1106867012

Kommentare

van, 28.1.2005 um 7:13 h:

allein bei dem gedanken an den aufwand des lenkens der einzelnen räder & das auch noch mit der kraft zweier motoren dahinter bekomme ich schweissperlen auf der stirn.. aber probiert hätte ich das gerne schon mal.

Kommentar abgeben: