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Montag, 21.2.2005

Elefantenschicksale

Arbeitslosigkeit, Einsamkeit und Angst

Weil ich mich am Freitag so sehr über meinen Tischkalender aufgeregt habe, soll nicht ohne Erwähnung bleiben, dass es auch Gegenbeispiele gibt. Auf einem Schränkchen in der Küche, gleich neben den beiden Liebherren, steht zum Beispiel ein Kalender für Kids und andere Neugierige. Gedacht ist das Ding zunächst zwar für Kinder ab acht. Es sei aber ausdrücklich angemerkt, dass ich die Texte auf den Abreißzettelchen selbst gerne lese. Heimlich natürlich.

Wo sonst sollte ich mich etwa über das Seelenleben der Elefanten informieren? Ich bitte euch, das sind Themen die nicht unbeachtet bleiben dürfen:
» dass es in Thailand sogar eine Klinik für seelisch gestörte Elefanten gibt! Kein Wunder aber auch. Vor 35 Jahren lebten in Thailand noch rund 11.000 zahme Elefanten. Jeder hatte seinen eigenen Elefantenführer oder Mahout. Zwischen dem ungleichen Paar entstand meist eine tiefe Freundschaft. An einen neuen Mahout gewöhnten sich die grauen Riesen nur schwer. Heute haben die Elefanten, die früher in der Forstwirtschaft arbeiteten und Baumstämme bewegten, fast vollständig ausgedient. Sie werden von ihren Mahouts verlassen oder fristen mit ihnen ein kümmerliches Dasein in den großen Städten, wo sie Kunststückchen aufführen. Den meisten Tieren bekommt das schlecht. Sie fühlen sich unterbeschäftigt und leiden offensichtlich unter vielen Ängsten.« *

Wenn ich das so lese, frage ich mich, worin der grundlegende Unterschied zwischen mir und einem thailändischen Elefanten besteht

*) Quelle: Brockhaus - Der Kalender für clevere Kids und alle anderen Neugierigen 2005, 5./6. Februar
(aus der gleichen Verlagsgruppe übrigens wie das grausige Machwerk auf meinem Schreibtisch)

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1108965601

Kommentare

Christian, 21.2.2005 um 11:37 h:

Hier in Schleswig-Holstein gibt es auch zwei solche Elefantenschicksale, die nach dem Ergebnis der Wahl von CDU und SPD. Mal sehen wohin uns die Machtgeilheit der beiden bringt...vielleicht ja sogar beide zusammen ? Das wäre die richtige Deutung des Wählerwillens. Ansonsten fühle auch ich mich unterbeschäftigt...

Roland Mueller [@], 21.2.2005 um 14:06 h:

Ich kann Dir den Unterschied erklären, Ulf: Dir sitzt dabei keiner im Nacken, der Dich ab und zu richtungsweisend an den großen Ohren zieht ;-)

w/kind regs (duesenschrieb)

vasili, 21.2.2005 um 18:39 h:

es gibt situationen, in denen man für richtungsweisendes ohrenzupfen dankbar wäre.

van [@], 21.2.2005 um 20:01 h:

oh cool, Ulf - du kannst mit der nase baumstämme heben?? darf ich da mal zugucken, bitte?! ;)

Ulf, 21.2.2005 um 23:29 h:

@Christian: Immer noch »unterbeschäftigt«? Wo ist dein Mahout?

@Roland: Ich weiß ganz ehrlich gesagt nicht. Mir sitzt ständig eine(r) im Nacken, der mich richtungsweisend an meinen großen Ohren zieht. (Ja, zumindest die Ohrengröße ist ein untrügliches Indiz.)

@Vasili: Die Idee ist nicht nicht schlecht. Fraglich bleibt leider die konstante Zielrichtung ständigen Zupfens.

@Van: Also, ich will ja nicht prahlen. Aber was ich so alles mit meiner Nase zu Stande bringe, ist einfach unglaublich!

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