Leser seit April 2002
Gedanken, Geschichten, Ansichten und Einsichten. Beinahe ein Journal.


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Montag, 28.2.2005

Emm-Peh-Drei?

Hurra, ich hab' ihn wieder, den Dudelkasten! Manche(r) wird eventuell noch in Erinnerung haben, dass einst die beste aller Ehefrauen kurz nach dem Erwerb der mobilen MusiKiste zuschlug und selbige in Beschlag nahm. Seit einer oder zwei Wochen aber liegt der Apparillo wieder in unserem Garderobenschrank. Bevor er unter einer immer dichteren Staubschicht zu verschwinden drohte, befragte ich meine bessere Hälfte nach der aktuellen Interessenlage.

»Nein. Brauch ich nicht mehr.« — Sprach's und verschwand durch die Türe hinaus in die grausige Kälte, die uns zu Beginn des Frühlingsmonats so unvorbereitet trifft, mich dazu verdammend, mit klammen Fingern an eisverkrusteten Wischerblättern zu hantieren, statt mich in die Lage zu versetzen, mich an Krokussen und Märzenbechern visuell delektieren zu können. Aber ich schweife ab.

Immerhin kann ich mich nun daran machen, mich – wenn schon nicht an den Vorboten eines langen, heißen Sommers – zumindest an Musikalischem zu erfreuen. Ich träume, ach was: längst deliriere ich davon, Auszüge aus meiner Schellacksammlung zu digitalisieren. Als technische Fingerübung wollte ich erst mal ein paar neuere Songs von CD auf den iRiver schieben.
Ganz einfach, denke ich, liegt ja schließlich Software bei. Rasch installiert, Musikscheibe rein in die Kiste, und raus mit dem fertigen MP3 aus dem digitalen Ofen, am besten – klatsch! – direkt drauf auf die Pladde meiner mobilen MusiKiste.
Schön wär's gewesen. Zu schön. Erstmal jedoch versteckt die doofe Software alle Dateien sehr unschön direkt im eigenen Installationsbereich. (Nebenbei annotiert: Dann haben doch alle Benutzer Zugriff auf meine Musik?) Zweitens stürzt das Dingens ziemlich häufig ab; und seit gestern Abend fährt es nur noch unter mehrfachem Fehlerprotest hoch. Die MP3-Codierung funktioniert zwar noch, beendet die Software aber nach jedem Aufruf mit Absturz.

Offenbar verwende ich einen ziemlich miesen Schrott. Veraltet wahrscheinlich, nicht mehr gepflegt, und so weiter und so fort. Kann mir der eine oder die andere aus der geneigten Leserschaft eventuell einen Tipp geben, womit man unter Windoof XP (SP2) am besten
a) digitale Musik in MP3 umwandeln,
b) die Infotags über Musiker, Songtitel, Album, etc. editieren kann und
c) dabei möglichst nicht die ganze lästige Prozedur zum Kategorisieren, Ablegen und Verwalten der Musikdateien auch gleich mitzubenutzen braucht?

Ich wäre auch bereit, dafür Geld auszugeben, wenn es sich lohnt.

Audio-Komprimierung:
Ogg Vorbis? (3.3.)
Emm-Peh-Drei?

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1109594913

Kommentare

van [@], 28.2.2005 um 17:47 h:

brauchst du aber gar nicht.. dBpowerAMP heisst das äusserst zufriedenstellende ergebnis meiner damaligen suche.. sehr komfortabel.. probier's mal aus..

Ulf, 28.2.2005 um 18:30 h:

Danke. Liest sich echt gut im ersten Ansatz, Van. Genau das, was ich haben wollte. Allerdings gibt's ID Tag Editieren dann doch nur mit der »Power Pack Option«, die für Abnehmer im Alten Europa 12,90 Euronen * kosten soll.

*) interessanterweise inclusive 17,5% MwSt.

Andi, 28.2.2005 um 18:31 h:

Na da gibt's ganz tolle Sachen für:
a) seit das Teil als Freeware zu haben ist und vor allem mit dem Lame-Encoder ausgestattet werden kann, ist der Audiograbber sehr zu empfehlen, vor allem, weil er sehr einfach zu bedienen ist. Alternativ, viel umfangreicher aber auch viel komplizierter, ist auch EAC zu empfehlen.
b) Da gibt's (meiner Meinung nach) nur eins: MP3tag; kostenlos, ohne viel Schnick-Schnack, integrierte FreeDB -Abfrage, usw.
c) Du meinst wohl, nicht ITunes ;-)

Sind wohl zwei separate Programme, aber was solls.

Ulf, 28.2.2005 um 20:47 h:

Danke, Andreas. (Und ich entschuldige mich für meinen Spamfilter. Er nimmt sich manchmal ein wenig wichtig, so wie die Türsteher vor Diskotheken.)

Mal sehen, aber den »MP3tag« werde ich wohl gleich mal ausprobieren. Zu c): iTunes kenne ich gottseidank nicht. Aber Magix hat mir schon gereicht.

Nachtrag von Ulf, 28.2.2005 um 22:32 h:

Erfolg! — MP3tag ist wirklich 'ne schicke Angelegenheit. Intuitiv zu handhaben und darüber hinaus auch sehr gut dokumentiert. Prima.

Allerdings erschließt sich mir noch in keiner Weise der Charme der Suche in der freedb-Datenbank. Bei insulär vorliegenden Einzeltiteln, und nur da brauche ich eigentlich eine solche Recherche, gibt es Unmengen von »Treffern«. Da bin ich über Googeln schneller und präziser.

(Zum Thema des MP3-Formatwandlers muss ich wohl noch ein paar Sonderrunden über Vans und Andis Vorschläge drehen. Apropos: Welche Komprimierung empfiehlt sich für gute Qualität? 128 kBit? Oder sollte es schon ein bisschen mehr sein?)

Claus [@], 1.3.2005 um 1:36 h:

Ich verwende MyMp3pro 5.0 und 192KB.
Was natürlich nichts heißen soll, da ich nun einmal ein blutiger Laie (sigh) bin und bleibe. Vor allem beim mp3-Erstellen.
:)

Kristof, 1.3.2005 um 8:17 h:

192KB ist OK.

van [@], 1.3.2005 um 18:52 h:

ich habe - ganz ehrlich - üüüüberhaupt keine ahnung, was "ID Tag Editieren" sein soll.. & schliesse mich mit diesem bekenntnis Claus an.. am anfang hat man eine cd, am ende hat man lauter mp3files & wenn man die im winamp aneinander reiht, dann kann man deren fileinfos herrlich editieren.. was immer man da drin stehen haben möchte.. aber ich schätze mal, ich bin diesbezüglich völlig auf dem hölzernen weg..?!

ich nehme aber Kristofs emmpfehlung für den nächsten swap mit.. näää, wat anspruchsvoll.. ich glaube, ich hab das bisher immer auf 128 kb belassen..

Ulf, 1.3.2005 um 21:29 h:

Soweit ich inzwischen durchgestiegen bin, ist es wohl inzwischen üblich, nicht mit fester Bitrate zu komprimieren, sondern variabel so um die 192 Kb. An technisch schwierigen Stellen wird dann schon mal mit 320 Kb komprimiert, simple Musikstrecken hingegen sogar deutlich unter 128 Kb. (Jetzt will ich aber auch noch ausprobieren, ob diese sagenumwobene Ogg-Vorbis-Komprimierung tatsächlich hörbare Unterschiede bringt.)

Das Editieren der ID-Tags möchte ich deshalb, weil die MusiKiste (s.o.) dann auch ohne jede Playliste Künstler und Titel anzeigt, bzw. Suche nach solchen in der Datenbank erlaubt.

Hat man einmal damit angefangen, gibt man(n) sich nicht mehr mit Suboptimalem zufrieden.

Andi [@], 1.3.2005 um 22:26 h:

Ich versuche nochmal, an Deinem "Türsteher" vorbei zu kommen, diesmal will ich Dir auch keine Links mehr reinschmuggeln :-)

Also das mit der FreeDB brauche ich, da ich mir nur ganze Alben zulege/rippe, auch nur für eben diese, und da leistet diese Funktion grosse Dienste. Damit kann ich auf einen Rutsch ein ganzes Album korrekt "taggen", ab und zu sind kleine Eingriffe, z.B. beim Genre, welches nicht meiner Ansicht entspricht, nötig, aber damit hat es sich in der Regel auch schon. Die Suche nach einzelnen Titeln stelle ich mir aber schon eher schwierig vor, was aber nicht am Tool (MP3Tag) liegt, sondern an der Datenbank (FreeDB oder auch CDDB).

iTunes verwende ich auch, allerdings nur als Player und als DB (für mich reichts), da will ich gar nichts schlechtes drüber sagen, aber Magix, na ja...

Was die Tag's und vor allem die Soundqualität betrifft, da bin ich sehr heikel, wenn nicht sogar penibel ;-) Ich bin einer dieser Wahnsinnigen, die sogar das Album-Cover in die MP3-Tags einbauen, aber das ist ja jedem seine eigene Sache, wie weit diese Exzesse getrieben werden.
Unterste Grenze bei der Qualität ist aber schon 192Kb, alles was darunter geht, ist deutlich hörbar. Mit VBR (variable Bitrate) hab ich wieder aufgehört. Eigentlich ein schöne Sache. Das Problem sind hier aber die verschiedenen Player. Beabsichtigt man die Musik z.B. auf einem MP3-CD tauglichen Autoradio oder irgend einem sonstigen MP3-Player abzuspielen, stösst man bald an Grenzen, da die meisten Geräte nicht über 320Kb abspielen können, so z.B. auch Dein "Dudelkasten". Das hat zur Folge, dass alles darüberliegende quasi abgeschnitten wird, was deutlich hörbar ist oder gar in Aussetzern endet (wie wenn der alte Vinyl-Player rumspringt).
Man könnte bei den meisten "Formatumwandlern" eine maximale Bitrate festlegen, was ein eher umständliches Unterfangen ist, denn man muss die VBR-Parameter genau kennen und setzen. Genau genommen war ich bisher einfach zu faul dazu, bin aber mit der Qualität ab 192Kb (noch lieber sind mir 256Kb) durchaus zufrieden, auch ohne variabel.

"Hat man einmal damit angefangen, gibt man(n) sich nicht mehr mit Suboptimalem zufrieden" - Da kann ich allerdings nur zustimmen! ;-)

van [@], 2.3.2005 um 7:00 h:

freaks.. ;) also ich hab das programm grad mal gestartet, um zu sehen, wo da was nicht gehen soll (dabei festgestellt, dass ich mit meinen angegebenen 128 kb zu tief gestapelt hab, denn voreingestellt sind 192) & die tags kann man auch vor dem konvertieren editieren, werden aber auch via FreeDB importiert.. ich hab hier nicht die version, für die man löhnen muss, sondern die free-version.. ganz sicher.. ob man mit konstanter oder variabler oder durchschnittlicher bitrate konvertieren möchte, kann man auch festlegen.. also freaktauglich.. ;)

Ulf, 2.3.2005 um 9:35 h:

Is' schon klar, Van, der dBpowerAMP ist sicher keine schlechte Wahl. Ich probiere dieser Tage aus, womit ich besser zurecht komme: mit diesem Werkzeug, oder mit dem Audiograbber. (Für Claus' Vorschlag bedanke ich mich ebenfalls, ist mir aber schon wieder zu sehr eierlegende Wollmilchsau.)

Die Sache mit den ID-Tags geht aber noch einen Schritt weiter. Mit »Editieren« meine ich nicht das Hinzufügen (aus welcher Quelle auch immer) von Tag-Information. Ich will auch fremder Leut' MP3s nachträglich betexten können, wenn da nichts oder Falsches drin steht; sonst spielt meine MusiKiste nicht so mit, wie ich es mir vorstelle.

@Andi: Bin geschockt. Ich dachte, mir mit VBR so ziemlich das Beste anzutun, was geht. Werde jetzt in eine Ehrenrunde gehen und ein ausgewähltes Stück mit verschiedensten Codecs und Bitraten komprimieren, um zu erlauschen, was für mich die beste Lösung darstellt. (Dazu brauche ich aber wohl erst noch gescheite Ohrstöpsel. Mannomann, wassen Teufelskreis!)

Schon wieder vom Ulf, 2.3.2005 um 21:13 h:

Nochmal zum Thema VBR, an Andi: Der von dir empfohlene lame-Encoder zum Audigrabber komprimiert unter allen Umständen nicht höher als 320 Kb. Damit müsste ich eigentlich jedenfalls auf der sicheren Seite sein?
Wenn ich nicht eh »Ogg Vorbisse« …

Andi [@], 3.3.2005 um 23:08 h:

He! Hab ich noch gar nie bemerkt, die Obergrenze bei Lame. Kommts da vielleicht noch auf die Version an? Ich muss mal nachschauen, was ich bei den damals aufgetretenen Problemen für eine Version im Einsatz hatte. Es gibt da nämlich massive Unterschiede zwischen den einzelnen Lame-Versionen (Version höher heisst nicht unbedingt besser). Darüber möchte ich hier aber nicht sinnieren, das würde den Rahmen deutlich sprengen. Auf der Audiograbber-Hauptseite findest Du einen Artikel vom 27. Oktober, welcher die Problematik kurz zusammenfasst. Ansonsten ist im Web einiges darüber vorhanden.

OGG-Vorbis ist definitiv ein sehr interessantes Format und vorallem von hervorragender Qualität. Leider nur (noch) wenig verbreitet, zumindest was die Hardware-Player betrifft. Ich glaube iRiver ist einer der wenigen Hersteller, die dieses Format bisher (zumindest bei einigen Playern) unterstützen. Aber wenn das schon iRiver macht, können die anderen nicht mehr lange hinten anstehen.
Da ich meine MP3's auch in meinem Player im Auto verwenden möchte, kam das Vorbis-Format bei mir bisher noch nicht so sehr zum Zug, ich denke aber, dass dies ein Frage der Zeit sein wird.

Spielen Platzprobleme eine Rolle und sollen die Files nicht auch irgendwie getauscht (!) werden oder so, würde ich auf jeden Fall OGG wählen.

Auf jeden Fall ist kräftiges durchprobieren sicherlich keine schlechte Sache, schlussendlich ist es wie mit der Musik als solches, alles Geschmacksache.

Ulf, 8.3.2005 um 16:20 h:

Igitt! Wer tauscht denn da Musik? Also nein, also wirklich. Ich muss schon sagen. Tztztz …

Meine Tests zum Vorbis-Codec dauern definitiv noch ein wenig. Ich muss erst einmal ein paar Songs auftreiben, bei denen Unterschiede auch hörbar werden.

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