Leser seit April 2002
Gedanken, Geschichten, Ansichten und Einsichten. Beinahe ein Journal.


Hinweis: Die Gestaltung wurde mit Rücksicht auf unterschiedliche Bildschirmauflösungen und Ausgabemedien, sowie auf sehbehinderte Besucher ausschließlich auf Basis von Cascading Style Sheets realisiert. Da Sie CSS deaktiviert haben, oder einen Browser benutzt, der diese nicht oder nur teilweise umsetzen kann, müssen Sie leider auf Gestalterisches und auf eine besucherfreundlichere Anordnung der einzelnen Abschnitte weit gehend verzichten. Die Textinhalt sind allerdings ohne Einschränkungen auch ohne CSS zugänglich.


Sonntag, 22.5.2005

Was macht eigentlich

Rudolph Scharping?

Wir erinnern uns: Vor drei Jahren war Deutschland gesegnet mit einem leutseligen Verteidigungsminister, hoch aufgeschossen um nicht zu sagen schlaksig, mit sonorer Stimmlage und Vorlieben fürs Rennradfahren und für öffentlich thematisierten Badespaß mit der Liebsten. Dieses Hobby kostete Rudolph Scharping damals das Amt, weil er zum Tête-à-Tête mit seiner Herzdame auf mittelmeerischen Sonneninseln auf Transportdienste der Bundesluftwaffe zurückgriff. Die Tollkühnheit, Transallflüge als private Nutzung des Dienstwagens zu erklären, war ein gefundenes Fressen für die Presse.

Warum ich heute auf einmal den Ex-Minister aus dem Zylinder zaubere? Nun, ich saß heute Vormittag im stickigen Saal des Bürgerhauses von Steinbach. Der ortsansässige Radsportverein Wanderlust 1905 feierte sein hundertjähriges Bestehen, und die descriptive Tochter sollte zur Feier des Tages zusammen mit ihren Freundinnen ein paar Runden auf dem Einrad übers Hallenparkett drehen.

Rechts vor mir saß an einem der VIP-Tische ein langer Kerl, der mir selbst von hinten sehr bekannt vorkam. War das nicht ? Doch, ja, er war es.
Noch während ich einige Male stutzte, wurde Herr Scharping als frisch gewählter Präsident des Bundes Deutscher Radfahrer vorgestellt und hielt eine kurze, aber immerhin frei gehaltene Rede derart gewichtigen Inhalts, dass ich schon zehn Minuten danach nicht mehr wusste, was er gesagt hatte.

Er hat es also zumindest mit einem seiner Hobbys zum öffentlichen Ehrenamt gebracht und darf nun honorigen Provinzfunktionären goldene Ehrennadeln an die Revere heften und die Hände der lokalen Politgrößen schütteln. Eines muss man dem Herrn Scharping lassen: Er macht das ziemlich charmant. Auch wenn er mir ein wenig verloren vorkam bei diesem kulturellen Glanzlicht in Steinbach, dem Nabel der deutschen Fahrradwelt.

Na denn: Alles Gute, Rudolph.

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1116775912

Kommentare

Christian, 23.5.2005 um 7:20 h:

Wo du es schon ansprichst, den hab ich letztens in dieser Rolle auch im Fernsehen gesehen, war mir also nicht ganz neu. Aber wie Rüttgers Club sagen würde...Scharping kommt...

Christian, 27.5.2005 um 13:36 h:

Dies ist kein Spam

Christian, 27.5.2005 um 13:44 h:

Heute morgen hatte ich einen schönen Kommentar geschrieben und wurde abgebloggt. Jetzt ist der Schwung raus, aber es geht wohl wieder.
Was wollte ich schreiben? In der BRD ist Revolution und hier geht nix, lag wohl aber an anderer Ursache als ich dachte...
Kurz noch meine Idee, wenn der Gerhard S. die derzeitige Situation clever nutzen will, sollte er, nachdem jetzt alle die Hosen runterlassen mit ihren Wahlprogrammen, die Abstimmungen durchprügeln und ich würde wetten, das er kein Mißtrauensvotum damit zustande bekommt. Wenn nicht, freue ich mich auf die erste Kanzlerin, egal mit welchem Programm, hauptsache mal wieder ein klarer Gegner.

Ulf, 30.5.2005 um 9:54 h:

Entschuldige, Christian. Ich habe deinen Kommentar in der Liste der »Schlechten ins Kröpfchen« gefunden. Alles was irgendwie mit Glücksspiel in Verbindung gebracht werden könnte, landet derzeit ausnahmslos auf der Halde, auch wenn es kein Spam ist, wie in deinem Fall.

RokkerMur [@], 2.6.2005 um 10:26 h:

@ulf
Wo ist diese Liste bzw. gibt es dazu einen Link ?

Ulf, 2.6.2005 um 12:14 h:

Nein, Rokker, meine Kröpfchen-Liste ist nicht öffentlich. Was mein Spamfilter aussortiert, sammle ich in einer internen Datei. Mit den Inhalten optimiere ich die Filterfunktion, damit möglichst wenige Christians aussortiert werden, aber möglichst viele »Suchmaschinenoptimierer« eins vor den Latz bekommen. Das Dateiformat ist für Menschen so gut wie unlesbar, inhaltlich völlig uninteressant und auch nicht verlinkbar. So sorry!

Kommentar abgeben: