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Dienstag, 21.6.2005

Ende eines Kalifats

Metin Kaplan Is No Good

Wie ein Zwerg wirkte Metin Kaplan, der ehemalige Kalif von Köln, als er mit militärischer Eskorte und in Handfesseln zur Urteilsverkündung vor ein türkisches Gericht gebracht wurde. Vor ziemlich genau einem Jahr noch foppte der Hassprediger, der schon in Deutschland vier Jahre wegen Mordaufrufes abgesessen hatte, die deutsche Exekutive, als er zum Zeitpunkt seiner geplanten Festnahme schlicht und einfach nicht zu Hause anzutreffen war. Halb Deutschland lachte damals über die Schlappe der Fahnder.

Kaplan Metin auf dem Weg zur UrteilsverkündungIch kann mir nicht helfen, trotz der umfangreichen Vorwürfe und Beweise fällt es mir schwer, in Kaplan den gefährlichen Mordbuben und gnadenlosen Islamistenführer zu sehen. Irgendwie erinnert er mich stets an Goscinnys Großwesir Isnogud: »Ich will Kalif werden anstelle des Kalifen«.

Natürlich weiß ich, dass meine Relativierung auf mangelhafter Sachkenntnis beruht und höchstwahrscheinlich völlig unangebracht ist. Im Fall Kaplan Metin gilt – wie so oft – die Pilzregel: Die kleinsten und unscheinbarsten sind meist die giftigsten. Die türkische Judikative konnte sich jedenfalls meiner humorschwangeren Unterschätzung des Herrn Kaplan nicht anschließen. Ihr Urteil lautete auf lebenslange Kerkerhaft für den Kalifen wegen Hochverrats.

Man fragt sich, was besser ist: Lebenslänglich Türkenknast, oder doch lieber gleich Rübe runter?

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1119358801

Kommentare

rolf [@], 21.6.2005 um 15:06 h:

kaplan waere sicherlich lieber lebenslaenglich im germanknast

Christian, 21.6.2005 um 18:37 h:

Ein vier Tage Prozess. Hätten wir solche Rechtsprechung anno 1930 gehabt, wäre uns vieles erspart geblieben. Sollten wir da etwas draus lernen... Deutsche Gerichte brauche 8 Jahre für eine Insolvenz... har, har

Christian, 21.6.2005 um 18:38 h:

ich kaufe ein "n"

Ulf, 21.6.2005 um 23:18 h:

Hey, nur weil ich rechts unter Zeitgeist den Zwiebelfisch tracke, müsst ihr euch nicht wegen jedem fehlendem Buchstaben entschuldigen! Wir sind hier ja nicht beim Glücksrad.

Juristisch aber stehe ich auf dem Schlauch. Was hätte Deutschland 1930 mit einem Vier-Tage-Prozess abwenden können? War da irgendetwas mit dem Gröfaz? — Sechs, setzen, Herr B.!

vasili, 22.6.2005 um 9:20 h:

@christian: der prozess dauerte sechs monate. und den rest des kommentars versteh' ich nicht...

Christian, 22.6.2005 um 12:31 h:

Eine kluge ehemalige Arbeitskollegin sagte mal...wenn man keine Ahnung hat, einfach mal das Maul halten...mpf... ich sitze ja schon und verstehen tu ich erst recht nicht, mir geht der Typ nur auf den Geist, das aber kräftig. Sollte aber auch nicht sein, weil dann die Objektivität dabei zu kurz kommt. Fazit...schreib nichts im Frust.
Das andere ist schnell erklärt, die Firma von der ich Geld bekommen sollte ist vor 8 Jahren Insolvent geworden, nun bekomme ich noch 19 % des ausstehenden Betrages. Ich schwanke zwischen der Freude des überhaupt noch und der Entäuschung des wieviel. Der Schlußakkord einer Selbstständigkeit ohne Ellenbogen.

gülsüm, 29.6.2005 um 13:04 h:

bismillahirrahmanirrahim
ich denke das im lande immer von demokratie und modernisierung gesprochen wird aber der kaplan wird immer auf eine harte weise gequält wird, wobei das volk es nicht mitkriegt.Er war ein guter Mensch der nur seine eigene meinung verterten war und hat seinen Schülern gelehrt:WER TERORRIESIERT IST KEIN MUSLIM.Deshalb sind die Vorwürfe gegen ihn sinnlos.Ich denke ALLAH wird ihn beistehen.Allah ist der wahre Gott und Mohammed sein Gesandter.

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