Leser seit April 2002
Gedanken, Geschichten, Ansichten und Einsichten. Beinahe ein Journal.


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Freitag, 12.8.2005

Music is my best friend

Doo!

Soll ich mich etwa auch noch über Politiker aufregen, die sich für das höchste Regierungsamt bewerben, aber Netto von Brutto nicht unterscheiden können? Mich wundern über einen Ministerpräsidenten, der Einwohner anderer Bundesländer als Frustrierte, oder gar als dumme Bevölkerungsgruppen beschimpft? Muss ich einstimmen in das Gezänk über die Frage, ob Frau Merkel nun kneift, wenn sie dem Kontrahenten ein zweites »TV-Duell« verweigert? Nein. In dieser Hinsicht verweigere ich mich jetzt einmal. Der Wahlkrampfzoff ist derartig armselig, dass ich mir inzwischen in vollem Bewusstsein der Konsequenzen vorgenommen habe, die Damen und Herren Politiker zu boykottieren.

Wählt euch doch selbst und lasst mich in Ruhe. Da nehme ich lieber eine im vergangenen Jahr begonnene Sommertradition auf und beschalle das geistige Ohr des Lesers mit instrumentalen Klängen.

Jens dröhnt uns einenDarf ich vorstellen: Jens, mein Haus- und Hoflieferant, wenn es es um hölzerne, meterlange Blasinstrumente  geht.

Ursprünglich werden Didgeridoos in Australien bekanntlich von Termiten ausgehöhlt. In unseren Breiten stehen dem Instrumentenbauer derlei Helferlein nicht zur Verfügung. Deshalb halbiert man hierzulande geeignete Holzstämme gerne der Länge nach, fräst die Kernlagen heraus und klebt die Hälften wieder zu einem fertigen Rohr zusammen. Das nennt man »Sandwich-Technik«, habe ich gelernt.
Jens Huth macht's aber anders. (Sonst wäre er ja nicht der Instrumentenbauer meines Vertrauens, gelle?) In einem geheim gehaltenen Verfahren bohrt er die Klangröhre in den ganzen Holzstamm, wobei er auch Biegungen und Schlenkern des Holzes folgen kann. Wie das geht? Was weiß ich. Aber es funktioniert.

Aus der Formulierung mit dem »Haus- und Hoflieferanten« könnte man den Schluss ziehen, bei mir zu Hause stapelten sich Didgeridoos geradezu. Dies zu behaupten, wäre fürchterlich übertrieben. Tatsächlich ist Jens ein inzwischen guter Freund, den ich im vergangenen Sommer kennen gelernt hatte.
Jetzt möchte ich den »Hüthi« und seine Didgeridoos allen ans Herz legen, die sich für die außergewöhnlichen Instrumente vom australischen Kontinent interessieren. Wer sich angesprochen fühlt, findet weitere Anregungen im Buch Traumzeit. Auch im Netz finden sich Anleitungen zum Spielen von Didges im Allgemeinen, oder spezieller etwa zum Erlernen der Zirkularatmung. Weitere Anregungen erhält man zum Beispiel im Didgeridoo Magazin, dem Digeridoo Lexikon, in Rainers Outback Guide, in einem Didge-Forum, oder auch 'nen Dreh technischer zur Physik des Didgeridoo.

Drone away! Und ein paar heiße Tage Nächte noch, trotz meteorologischen Sommerlochs.

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1123844855

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