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Donnerstag, 22.9.2005

(po)lit:krit

Das karmesinrote Blütenblatt, von Michael Faber

Schlechte Zeiten für gedruckte Unterhaltung im Romanformat? Wenn es im deutschen Bundestag ärger hergeht als im Big-Brother-Container, sucht man doch die Kuschelecke auf dem Sofa höchstens dazu auf, um die letzte Episode des politischen Würgens und Zerrens auf dem Bildschirm nachzuverfolgen. Selbst wer das Lesen vorzieht, vergnügt sich bestens, etwa mit Abschriften von Wahlpossen, die jeden Roman mit Leichtigkeit ausstechen.

Aber selbst auf das unterhaltsamste Hauen und Stechen folgt unausweichlich die Katerstimmung. Vielleicht ist dann der eine oder die andere dankbar für gänzlich unpolitischen Lesestoff, der noch nicht einmal mit den Jahrhunderten zu tun hat, in denen wir leben, beziehungsweise gelebt haben.

Abstand halten: Das karmesinrote Blütenblatt spielt im viktorianischen London und bietet höchst unterhaltsames Lesevergnügen. Wer wissen möchte, wie sich das Leben auf Londons Straßen, in seinen Bordellen und bürgerlichen Haushalten vor 130 Jahren abspielte, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen.

Eine Empfehlung für trübe Herbst- oder triste Winterabende! Oder für Spätsommernächte, falls man der Berliner Politsoap überdrüssig geworden sein sollte.

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1127368801

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