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Freitag, 14.10.2005

Über Gallier und Maulwürfe

Comics für Bauanfänger

Es muss ja nicht unbedingt immer Harry Potter sein. Auch wenn der für die nächsten paar Monate den ersten Platz der Verkaufsschlagerlisten des Buchhandels gepachtet haben wird. Und auch, wenn das, was der Herr mit dem Flügelhelm hier gerade aus dem Weg boxt, verdächtig wie ein Rowlingscher Schnatz aussieht.

Asterix, Band 33, bei Amazon nachguckenFolge dreiunddreißig der Abenteuer von Asterix und Obelix kann ab heute in wohlsortierten Buchhandlungen erworben werden. Der französische Flügelheini ist fast aufs Jahr so alt wie ich, und – wie so viele andere auch – habe ich ihm einen Zitateschatz zu verdanken, der mich mindestens zwanzig Jahre lang mit der passenden Reaktion in jeder – na ja, sagen wir mal: in fast jeder – Lebenslage versorgte. Am liebsten war mir übrigens der Neger Farbige im Ausguck des Piratenschiffs und sein Kumpel, der nach jedem Untergang ein Lateinzitat über die Vergänglichkeit der Dinge auf den Lippen hatte.
Ich schreibe in der Vergangenheitsform, weil ich die neueren Bände, die seit dem Tod des Texters Goscinny Ende der Siebziger erschienen sind, nicht mehr gelesen habe. War vorbei für mich.

Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hatÜberhaupt fühle ich mich in den letzten Tagen viel eher wie der kleine Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat. Angeschissen, jawohl!

Zur Erinnerung: Mein Architekt hatte das Haus auf den Plänen zu nahe ans Nachbargrundstück gesetzt. — »Tschulligung! Kann ja mal passieren, das kriegen wir schon wieder.« Doch in der Plankorrektur, die das Haus um einen Quader beschneidet, den ich bereits liebevoll »meinen Architektenwinkel« getauft habe, steht das Gebäude noch immer satte vierzig Zentimeter außerhalb der Baulinie. Ich denke nun ernsthaft darüber nach, ein Entmündigungsverfahren gegen den Architekten anzustreben.
Ich meine, wer mit dem Straßenverkehr nicht mehr zurecht kommt, dem wird doch auch der Führerschein entzogen. Und wenn ein Architekt, oder wie in unserem Falle eine Architektin, nicht mehr richtig im Kopf ist rechnen kann, sollte sie ebenfalls den Bleistift ins Handtuch werfen müssen. Oder etwa nicht?

Klar, ich weiß schon. Der eine oder andere Leser wird nun zumindest in Gedanken einwerfen: »Frauen können doch eh nicht Autofahren. Und in Mathe, also wirklich, was hast du eigentlich erwartet? Selber schuld!«
Aber ich, der olle Frauenversteher, kontere derlei Geschwätz ohne zu zögern: »Nein, einige meiner besten Freundinnen sind Mathematikerinnen; oder könnten es zumindest sein, so gut wie die damals an der Schule im Rechnen waren!«

Wahrscheinlich wäre die beste Lösung, sich von Obelix einen Hinkelstein zu besorgen und dann einfach hinein damit in den Haufen meiner ganzen römischen Baugesellschaft, egal ob Mann oder Frau, die alle nicht rechnen können, mit dem Lineal nicht umgehen können und sich nicht in die Steilwand trauen.

Man könnte sich dann vielleicht mal so richtig als »Bauherr« fühlen und nicht wie irgend so ein dahergelaufener … ja, was denn eigentlich? — Vielleicht »Baukackblogger«? — Ja, das trifft's recht genau. Und weil meine Tiraden hier langsam aber sicher Überhand nehmen, mach ich eine eigene Serie draus:

Sie lasen den Baukackblogger
Teil 3 von 7

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1129280732

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