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Donnerstag, 26.10.2006

Plastikgeld

We don't accept American Express? (2)

Nachdem die nette Tante Jette mein Plastikgeld von Amex nicht haben wollte und ich mich beim Pächter, bei der Conoco und bei American Express beschwert hatte, trudelte jetzt die erste Reaktion ein:

Do, 26.10., 11.25h:

Die freundliche Amex-Stimme erwischt mich im Stau, gerade einmal 48 Stunden nachdem ich meine Beschwerdeschreiben auf dem Postamt aufgegeben hatte. Nein, es gebe definitiv kein unteres Limit für den Einsatz von Kreditkarten, auch nicht in Deutschland. Der Händler, der die Karte akzeptiert, ist verpflichtet, notfalls auch nur fünf Cent über die Karte abzurechnen, wenn das Marken-Schildchen am Geschäft angebracht ist. Amex werde die Angelegenheit samt meiner Schreiben dem Vertragspartner-Service übergeben, der dem Vorgang nachgehen und auf Einhaltung der Regularien pochen werde. Man bedanke sich herzlich für meinen Hinweis und entschuldige sich für die Unannehmlichkeiten.

Danke, danke, ich fühle mich getröstet, moralisch unterstützt und gehe erhobenen Hauptes aus der ersten Runde der Schlacht. Andererseits werde ich von Amex wohl kaum mehr etwas über den Fortgang der Nachforschungen hören. Dies bestätigte mir auf Nachfrage die nette Telefon-Stimme.
Davon einmal abgesehen, regen sich in mir Zweifel, ob es tatsächlich eine so gute Idee ist, auf Akzeptanz der Kreditkarte unter allen Umständen zu beharren. Vielleicht sollten die großen Kreditkarten-Organisationen (Amex, MasterCard, Visa) tatsächlich einmal über einen Mindesteinkaufswert nachdenken? Ist nur so ein Gedanke, ich weiß nicht, ob es kaufmännische oder sonstige, gewichtige Gründe gibt, die gegen eine Einschränkung sprechen.

Mo, 30.10., 12.30h:

Die Tanke schickt Liebesgrüße: War alles nur ein Missverständnis, gar nicht der Rede wert. Man habe ja nur mal theoretisch festgestellt, dass Kippenkunden mit Kreditkartenzahlung ein Minusgeschäft darstellten und man sie eigentlich nicht haben wolle. Aber das sei ja alles nur theoretisch gewesen und natürlich akzeptiere man Kreditkarten in jeder Lebenslage, das wisse jetzt auch Mister Unfreundlich-Noname am Schalter. Meine Unannehmlichkeiten hoffen man mit einem Tankgutschein in Höhe von zehn Euronen vergessen machen zu können.

Versöhnlicher Ausklang einer Episodille? Na gut, an mir soll es nicht liegen. Bin schließlich ein Gutmensch

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1161865835

Kommentare

Melody?

Link zu diesem Kommentar Melody [@], 26.10.2006 um 15:57 h:

Sehr praktisch finde ich die Möglichkeit, einen Cent buchen zu lassen, um online die Volljährigkeit nachzuweisen (ich musste neulich maxdome.de testen), vielleicht ist so was mit ein Grund für fehlende Untergrenzen?

Konrad?

Link zu diesem Kommentar Konrad [@], 26.10.2006 um 17:13 h:

Untergrenzen sind unproduktiv. Denn meine Karte habe ich immer dabei, aber ob ich vergessen habe, Bargeld abzuheben und die 1,85 für die Brötchen gerade nicht dabei habe, meine Karte aber schon, ist ein Unterschied.
Leider ist in Deutschland die ec-Karte Standard. Und dafür gibt es leider Untergrenzen. Und Kreditkartenakzeptanzstellen sind (im Vergleich zu den US) kaum verbreitet.

Link zu diesem Kommentar Finola, 27.10.2006 um 8:27 h:

Wieso sollten die Kreditkartenfirmen über einen Mindesteinkaufswert nachdenken Ulf? Die verdienen doch kräftig mit!

Am Anfang meiner eBay-Zeit war ich so naiv das jeder bequem über die Kreditkartenabbuchung unter PayPal bezahlen durfte... bis mir klar wurde das ich bei Kleinstverkaufserlösen nebst Abzug der eBay- und PayPal-Gebühren und hypothetisch berechneter 5minütiger Arbeitszeit für die Angebotserstellung das Teil besser gleich in den Müllcontainer geworfen hätte - hätte ich Geld gespart. Seitdem ist für deutsche Käufer nur noch Bankeinzug via PP möglich.

Wenn ich mir jetzt die Kreditkartenumsätze für Deutschland in der Vorweihnachtszeit vorstelle und die würden das auf einen Mindestwert festlegen... die würden ja arm werden!

Ulf?

Link zu diesem Kommentar Ulf, 27.10.2006 um 23:02 h:

Ich gebe euch ja allen Recht: Die Akzeptanz von Kreditkarten selbst für niedrige Beträge ist aus ganz unterschiedlichen Gründen durchaus sinnvoll. Kann zumindest sinnvoll sein, wenn der Händler tatsächlich bereit ist, auch für Kleinumsätze das Disagio zu bezahlen.

Allerdings bin ich mir nicht ganz so sicher, dass Untergrenzen unproduktiv wären, wie Konrad oben anmerkte. Vielleicht erleben Kreditkarten eine neue, grundsätzlich bessere Akzeptanz, wenn Händler frei wählen dürften, ab welchem Einkaufsvolumen sie das Plastik annehmen. So wie bei EC-Karten (beziehungsweise bei Maestro-Karten, wie sie jetzt heißen); und so wie Finola es unlängst in einem Kommentar angemerkt hatte.

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