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Gedanken, Geschichten, Ansichten und Einsichten. Beinahe ein Journal.


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Freitag, 23.5.2008

Spanische Splitter

El puente

Oder: der Brückentag

Es gibt Dinge, die überall auf der Welt gleich sind; unabhängig von Sprache, Kultur und Gewohnheiten. Zwei davon sind aus aktuellen Anlässen heute und hier zu erwähnen.

Un día de puente

»Die zwei Albträume eines Beamten: Dass der Brückentag auf einen Samstag fällt und der Kaffeeautomat hinüber ist.«

Kind: »Papa, wie heißt die Geschichte?«
Papa: »Die Geschichte von Weber, dem Beamten, der keinen Brückentag machte.«
Kind: »Schon wieder Science Fiction …«
 

Ich stelle zur Diskussion: 1. – Wie in aller Welt sind deutsche Parlamentarier überhaupt auf die Idee gekommen, eine Erhöhung ihrer monatlichen Diäten um 700 auf fast 8.000 Euro am Wähler unbemerkt vorbeischmuggeln zu können, wenn gleichzeitig zum Beispiel ihre Bahnkasper Stellenabbau und Mehrarbeit ankündigen?

2. – Werden demnächst Brückentage für Parlamentsangehörige gestrichen? Sind neue Kaffeeautomaten im Bundestag künftig von den Parlamentarieren auf eigene Kosten anzuschaffen?

3. – Halten die da Ω mich eigentlich für vollkommen bescheuert?
 
 
 
P.S.: Ich arbeite heute. Bin ja schließlich auch kein Beamter.
 
P.P.S.: Macht nur weiter so, Ihr Brückenheinze.
 
P.P.P.S.: Spanische Abgeordnete erhalten Basisgehälter in Höhe von monatlich 2.618,78 Euro, allerdings vierzehn Mal pro Jahr. Den Vogel schießen natürlich wieder mal die Italiener ab, die mit 10.974,66 Euro pro Monat sogar noch vor den zweitplatzierten Deutschen liegen. Aber wen wundert das alles überhaupt noch.

Übrigens: Bei E-Script gibt es außer diesem noch 21 weitere »Spanische Splitter«. Interessiert? — Titelliste einblenden.

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1211522401

Kommentare

Link zu diesem Kommentar López, 23.5.2008 um 15:44 h:

Hm, López = Weber ? Heißen Beamte in Deutschland mehrheitlich Weber??
Ansonsten ruhig Blut, Du wirst die Abgeordnetendiäten auch durch Gebrauch der Schußwaffe nicht senken :)

Ulf?

Link zu diesem Kommentar Ulf, 23.5.2008 um 19:08 h:

Mein lieber López, nach genauem Hinsehen erweist sich die vermeintliche Schusswaffe da oben eher als Schreibwaffe. Aber Du hast schon Recht: Ich bin angefressen (»mosqueado«) wegen der Selbstbedienungsmentalität unserer Abgeordneten. Ist doch mein gutes Recht, wie ich meine.

Ob der häufigste Nachname spanischer Beamter López lautet, weiß ich nicht. Ich vermute eher mal, dass die Garcías in der Mehrheit sind. Dies ist bekanntlich der mit Abstand häufigste spanische Nachname. Deutsche heißen hingegen am häufigsten Müller.

Wie aber sollte man López ins Deutsche übersetzen? In spanischsprachigen Ländern sind extrem viele Nachnamen »patronymischer« Herkunft, bedeuten also etwas wie »Sohn des …«; genau dies bedeutet nämlich nach meinem Kenntnisstand die Namensendung »-ez«. So wie zum Beispiel in López: der Sohn des Lope oder so, was weiß ich. Sag Du es mir, mein lieber López. — Deutsche Nachnamen sind hingegen eher berufsgeprägt: Müller, Schmidt, Schneider, etc.

Bei der Transposition des Witzes zog ich mangels näher liegender Alternativen die Statistik zu rate. López ist im spanischsprachigen Raum der fünfthäufigste Nachname, ebenso wie Weber im Deutschen. — Deshalb heißt der deutsche Brückenheinz bei mir eben Weber. Punkt.

Link zu diesem Kommentar Frau Muschel, 26.5.2008 um 7:54 h:

Ich finde es nicht gerecht, wenn du Beamte
im Allgemeinen mit Abgeordneten im Besonderen
gleichsetzt.
Es gibt auch Beamte, die versuchen, das negative Bild in der Öffentlichkeit wieder auszugleichen.....
und die erwähnt wieder 'mal niemand !

Ulf?

Link zu diesem Kommentar Ulf, 26.5.2008 um 23:23 h:

Entschuldigen Sie bitte meinen Rundumschlag, Frau Muschel. Anwesende sind natürlich stets ausgenommen von jeglicher Verbalattacke. Es ging mir ja in erster Linie darum, die Parallelen zwischen spanischem und deutschem Beamtenklischee aufzuzeigen. Dass mich dann mein Kreuzzugsritt auf den Abweg der Tirade gegen die Selbstbediener und im gleichen Aufwasch gegen alle Kaffeeautomatenfunktionäre geführt hat, ist sicher meinem überschäumendem Temperament zu schulden. — Also nichts für ungut!

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