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Gedanken, Geschichten, Ansichten und Einsichten. Beinahe ein Journal.


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Montag, 11.5.2009

Dr. E. Script erklärt die Welt

Frau Berlusconi zieht blank

Man(n) möchte ja nicht unbedingt mit Politikerfrauen tauschen. Wenn man bedenkt, was zum Beispiel Hillary Clinton, oder Hillu Schröder, oder Hannelore Kohl haben einstecken müssen. Die Frau des Ex-Kanzlers Kohl bemerkte zu diesem Thema einst lapidar und womöglich resignierend: »Es ist eines der wesentlichen Dinge im Leben, dass man weiß, wann man sich zurücknehmen muss.«

Eine, die sich nicht mehr zurücknimmt, sondern endlich einmal Klartext redet und die Trennung von ihrem Mann sucht, ist Veronica Lario, die Frau des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi. Sie will die Trennung von diesem letztem Fossil, diesem unsäglichen Feudalherrscher, der mit seinen pubertär anmutenden Allüren offenbar nicht nur die Weltöffentlichkeit, sondern auch seine persönliche Umgebung in unerträglichem Maß düpiert.
»Brava, signora Lario!«, möchte man der Mutigen an dieser Stelle zurufen, die sich nicht mit der Rolle der Gebärmaschine für einen sich junggesellig gerierenden Lustgreis abspeisen lassen will. Endlich mal eine Königin, die blank zieht und »Basta!« sagt zu ihrem egomanischen Politpornogatten, der sein Land Italien durch sein Gebaren auf die Operettenbühne zerrt, scheinbar ohne zuvor das Gehirn zu bemühen.
 

Apropos »blank ziehen«: die deskriptive, ansonsten stets beschauliche Ecke des Netzes wurde durch das Publikumsinteresse an Veronica Lario in der vergangenen Woche überfallartig heimgesucht. Innerhalb von nur drei Tagen suchten und fanden rund zehntausend Rechercheure die Bilder von Frau Lario in einem Artikel aus dem vergangenen Jahr, der sich mit dem Holz vor der Chefhütte beschäftigte.

Damit überflügelte Veronikas Oberweite im Schnellstart die beiden Themen, die dieses Journal bis dahin unangefochten als Publikumsmagnete beherrschten: den KFZ-Meister und die Scoubidoubändchen.

Dass sich die Menschheit zu Tausenden mehr für Frau Larios wenn auch möglicherweise ansehnliche Brüste interessiert als für ihren bewundernswerten Versuch, Herrn Berlusconi in die Schranken zu weisen, ist allerdings traurig. Es steht zu befürchten an, dass Herr Berlusconi bei der nächsten Wahl trotz aller Hinweise auf sein schlichtes Gemüt und sein unverantwortliches politisches wie privates Verhalten erneut die Mehrheit der italienischen Wählerstimmen abschöpfen wird.

Da bleibt mir nichts anderes übrig, als mich zu wiederholen: Mein aufrichtiges Beileid, Italien.
 

Ich weiß ja nicht, ob Sie's schon wussten, bin aber hoffnungsschwanger, Ihnen weiter geholfen zu haben.

Verbindlichst, Ihr
Dr. E. Script

UB

Link mich: http://www.e-script.de/?p=1242021601

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